Rechtsgebiete

Die Rechtsanwaltskanzlei Röhlke hat ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht.

Kapitalanlagenrecht

Kapitalanlagenrecht – ein Begriff von einiger Unschärfe. Die Möglichkeiten, sein Geld durch eine Kapitalanlage zu verlieren, sind schier grenzenlos. So kann der freundliche Berater der Bank im sog. „weißen“ Kapitalmarkt durchaus eine fehlerhafte Beratung des Kunden abliefern, mit der Folge einer möglichen Haftung der Bank auf Schadensersatz, wenn die HighTech-Aktien des kirgisischen Kleinunternehmens doch nicht so ganz zu Omas Anlagewünschen passen.

Hauptsächlich werden die Anleger jedoch auf dem unreguliertem, „grauen Kapitalmarkt“von ihrem Geld getrennt. Unrentable stille Beteiligungen enden nicht selten mit der Insolvenz des Unternehmens – siehe die spektakulären Vorgänge um die Göttinger Gruppe. Steuerbegünstigte Immobilienfonds entpuppen sich als Armutsfalle für den Kleinverdiener, wenn die Steuervorteile geringer ausfallen, der Job verloren wird oder die Bank die Zinsen für das Finanzierungsdarlehen auch bei Wegfall der Ausschüttungen haben will.

Aktuell werden Kleinverdienern vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als „Immobilienrente“ schmackhaft gemacht, gerne garniert mit dem Hinweis auf Steuersparmöglichkeiten. Dabei werden meist die Kosten kleingerechnet und die Einnahmen beschönigt – die Modelle werden zu einem finanziellen Desaster für die Anleger.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind grenzenlos, die Politik lässt den Anleger allein, die Rechtsprechung ist verworren, unübersichtlich und widersprüchlich. Einfache Lösungen gibt es so gut wie nie.

Handelsrecht

Handelsrecht ist das Sonderprivatrecht der Kaufleute und regelt hauptsächlich Fragen der Firmierung, der Abwicklung von Handelsgeschäften und der Buchführung. Ein wesentlicher Teil ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc. Auch hier zeigen sich Schnittpunkte zum Bereich der Kapitalanlagen: viele Finanzangebote werden über freie Handelsvertreter vertrieben, die oftmals von ihrem Geschäftsherren nicht angemeßen vergütet werden und sich im Falle einer Kündigung unzuläßigen Wettbewerbsverboten gegenübersehen. Hier besteht meist einiger Beratungsbedarf.

Gesellschaftsrecht

Ein Großteil der Kapitalanlagenangebote ist als sog. Publikumsgesellschaft konzipiert. Gemeint sind geschlossene Fonds, die aus steuerlichen Zwecken meist als Personenhandelsgesellschaften ausgelegt sind – GmbH & Co. KG, OHG, GbR oder stille Beteiligungen. Die vom Initiator erstellten Gesellschaftsverträge sind dabei meist weit davon entfernt, dem Anleger echte Mitspracherechte einzuräumen. So ist es kein Wunder, das nur selten die Anleger es schaffen, die möglicherweise inkompetente Geschäftsführung auszutauschen. Schon die Beschaffung der Anschriften der Mitgesellschafter gerät aufgrund der Anonymität der Massengesellschaften zum Problem.

Das Gesellschaftsrecht wird auch wichtig bei einer Kündigung von Gesellschaftbeteiligungen. Viele Anleger haben bereits Prozesse verloren, weil unerfahrene Anwälte vorrangige Regelungen des Gesellschaftrechts nicht beachteten und falsche Anträge stellten.

Anwaltlicher Beistand muß hier auch stets die gesellschaftrechtlichen Vorgaben beachten.