EGI 15 Anleger sollen Ausschüttungen zurückzahlen

vom 25. November 2015

Mit Schreiben vom 18.11.2015 fordert der Geschäftsführer der Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG (EGI 15) die Anleger dazu auf, die in der Vergangenheit erhaltenen Ausschüttungen an die Fondgesellschaft zurück zu gewähren. Diese seien, so Geschäftsführer Donhuysen, tatsächlich keine Zahlung aus freier Liquidität gewesen, sondern faktisch eine Einlagenrückgewähr. Die von der Fondsgesellschaft dargestellten Gewinne waren zu keinem Zeitpunkt gegeben. Tatsächlich habe eine Neubuchung einzelner Geschäftsjahre dazu geführt, dass der Fond über einen Insolvenzantrag nachdenken muss.

Was bedeutet die Mitteilung des EGI 15 Geschäftsführers konkret?

Euro Grundinvest 15 GmbH & Co. KG: Geschäftsführer fordert Auszahlungen zurück – Modifiziertes Schneeballsystem eingeräumt – Anleger der EGI 15 sind verunsichert

Euro Grundinvest 15 GmbH & Co. KG: Geschäftsführer fordert Auszahlungen zurück – Modifiziertes Schneeballsystem eingeräumt – Anleger der EGI 15 sind verunsichert

„Ungewöhnlich deutlich teilt der jetzige Geschäftsführer mit, dass hier tatsächlich ein potentiell strafbares Ponzi-Schema angewandt wurde. Die Auszahlungen an die Anleger der Euro Grundinvest 15 GmbH & Co. KG waren keine Gewinne, sondern verschleierte Entnahmen. Bedeutet das dann auch, dass selbst die Bilanzen und Buchungen fehlerhaft waren? Um einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit aus dem Wege zu gehen, fordert der Geschäftsführer des Fonds nunmehr Ausschüttungen unserer Mandanten in erheblicher Höhe zurück“, meint der erfahrene Berliner Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Darf man das mit der Rückforderung so machen?

Rechtsanwalt Röhlke weist daraufhin, dass die Voraussetzungen für die Rückforderung derartiger Entnahmen explizit im Gesellschaftsvertrag geregelt sein müssen. Der Bundesgerichtshof hat bereits mehrfach  derartige Rückzahlungsklagen von Fonds abgewiesen, da dem Anleger im Gesellschaftsvertrag nicht verdeutlicht wurde, dass eine solche Rückzahlungspflicht bestehen kann. Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke rät deshalb allen betroffenen Anlegern, vor einer eventuellen Rückzahlung anwaltlichen Rat zur Klärung in Anspruch zu nehmen.

„In diesem Zusammenhang wird dann auch geprüft werden müssen, welche Ansprüche die Anleger haben, um ihre Schäden zu verringern. In Frage kommen Schadenersatzansprüche gegen Gründungsgesellschafter und verantwortliche Hintermänner, insbesondere Herrn Malte Hartwieg von der Vertriebsfirma dima24. Die jetzige Geschäftsführung macht Hartwieg im Wesentlichen für das wirtschaftliche Desaster verantwortlich. Das Landgericht München hat Hartwig, neben den Gründungsgesellschaftern, bereits mehrfach zum Schadenersatz verurteilt. Im Rahmen eines anhängigen Strafverfahrens hat die Staatsanwaltschaft in München Millionenwerte Hartwigs beschlagnahmt“, teilt Rechtsanwalt Röhlke mit.

Fazit: Vor der Rückgewährung der Ausschüttung, sollten die EGI 15 Anleger erst ihre Chancen prüfen lassen!

Betroffene Anleger desaströser Fondbeteiligungen eröffnen sich erfolgreiche Chancen ihren Schaden zu minimieren und auch ihren Anspruch geltend zu machen. Für weitere Informationen und eine Ersteinschätzung stehen Röhlke Rechtsanwälte unter 030.71520671 oder anwalt@kanzlei-roehlke.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.:

Christian-H. Röhlke
Rechtsanwalt